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Startseite - Facility Management Forum - Lexikon wo finde ich ein FM Lexikon
 

Lexikon wo finde ich ein FM Lexikon

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Lexikon wo finde ich ein FM Lexikon
Guten Tag,
im Anhang meinen BEITRAG zu LEKIKON AUFBAU.
Viel Erfolg
Lichty

LEXIKON

2D-Computergrafik
Teilgebiet der Computergrafik, das sich mit der Beschreibung, Manipulation und grafischen Darstellung zweidimensionaler Objekte (z-Koordinate identisch Null) in der x-y-Ebene befaßt.

Die grafische Darstellung dreidimensionaler Objekte auf der Basis von 2D-C., also mit Hilfe von 2D-Systemen, ist zwar möglich, aber häufig nicht angemessen, da die 2D-C. keine Koordinatentransformation im dreidimensionalen Raum und keine Projektion von Objekten dieses Raumes auf eine Ebene einschließt. Daher können mit 2D-Systemen nur Abbilder von Objekten für sich, d. h. ohne Bezug zum Objekt selbst, manipuliert werden. Dagegen kann mittels 3D-Modellierung und 3D-Computergrafik eine automatische Ableitung von Abbildern geometrisch vollständiger Modelle erreicht werden. Die 2D-C. ist jedoch in solchen Anwendungsbereichen das adäquate Mittel, in denen es um die Darstellung von Objekten geht, die im wesentlichen zweidimensional sind, oder in denen komplexere Systeme, Projekte oder Prozesse auf einem hohen Abstraktionsniveau z. B. in Form von Schemata repräsentiert werden sollen.

Im Computer-Aided Facility Management sind 2D-C. heute noch weit verbreitet. Dabei handelt es sich z.B. um digitale Karten, Grundrisse und Geschoßpläne.

3D-Computergrafik

1. Mit einem 3D-System durch Visualisierung von 3D-Modellen erzeugte Computergrafik.
2. Teil des Fachgebietes Computergrafik, der die grafische Darstellung bzw. interaktive, grafisch unterstützte Erzeugung und Manipulation von 3D-Modellen betrifft.
3. Sammelbegriff für Hilfsmittel zur Ableitung von Computergrafiken aus 3D-Modellen sowie zur interaktiven, grafisch unterstützten Erzeugung und Manipulation solcher Modelle.

Die 3D-C. steht in enger Beziehung zur 3D-Modellierung. Das Primäre ist das 3D-Modell, die grafische Darstellung wird lediglich automatisch daraus abgeleitet. Ein einmal erzeugtes 3D-Modell kann dementsprechend aufwandsarm unter verschiedenen Bedingungen, insbesondere bei verschiedenen Blickrichtungen grafisch dargestellt werden. Während die 3D-C. bzw. 3D-Systeme also auf vollständigen (dreidimensionalen) geometrischen Modellen basieren, arbeiten 2D-Systeme nur mit grafischen Abbildern (2D-Computergrafik).


3D-Modell
Rechnerinterne Darstellung eines dreidimensionalen Objektes, die die Geometrie dieses Objektes vollständig und widerspruchsfrei beschreibt und für Computer gut interpretierbar und weiterverarbeitbar ist.

Natürlich sind auch vollständige und widerspruchsfreie Ansichten und Schnitte dreidimensionaler Objekte, also z. B. viele technische Zeichnungen, Modelle solcher Objekte. Jedoch haben intensive Bemühungen um die Schaffung von Systemen zur automatischen Interpretation solcher 2D-Darstellungen als dreidimensionale Objekte (3D-Rekonstruktion) bisher nicht zu problemlos routinemäßig einsetzbaren Lösungen geführt. Vollständige und widerspruchsfreie Mengen rechnerinterner 2D-Darstellungen dreidimensionaler Objekte werden nicht als 3D-M. bezeichnet. Vielmehr sind 3D-M. nach heutigem Sprachgebrauch solche rechnerinternen Modelle, bei denen Punkte, Kurven, Flächen und Volumina direkt im dreidimensionalen Raum beschrieben werden.

Sowohl unterschiedliche Bedürfnisse von Nutzern rechnerunterstützter Systeme zur 3D-Modellierung als auch verschiedenartige Anforderungen an die Weiterverarbeitung von 3D-M. haben zu einer großen Vielfalt von Methoden der 3D-Modellierung und entsprechender Klassen von 3D-M. geführt (Drahtmodell, Sweep-Modell, CSG-Modell, Begrenzungsflächen-Repräsentation, Freiformflächen-Modellierung, Facettenmodell, Modelle auf der Basis von Voxeln und Octrees).


3D-Modellierung
Prozeß der Beschreibung, Erzeugung und Modifikation von 3D-Modellen.

CAD wurde erstmals mit der rechnerunterstützten Zeichnungserstellung (Computer Aided Drafting) breitenwirksam. Die Effekte der Produktivitätssteigerung blieben dabei aber sehr begrenzt. Eine Erhöhung der Durchgängigkeit verschiedener betrieblicher Prozesse und über reine Zeichnungserstellung hinausgehende Produktivitätssteigerungen und Qualitätsverbesserungen lassen sich nur auf der Basis einer möglichst vollständigen Modellierung von Objekten, Projekten bzw. Prozessen erreichen, deren Ergebnisse durch den Computer einfach weiterverarbeitet werden können. In vielen praktischen Anwendungen erfordert dies den Übergang von einer zeichnungsorientierten Arbeitsweise zur 3D-M.. Letztere wird meist in interaktiver Arbeitsweise durchgeführt. Dazu kommen 3D-Systeme (CAD-System) zum Einsatz. Für die interaktive Arbeit ist 3D-Computergrafik von grundlegender Bedeutung. Entsprechende Systemkomponenten ermöglichen die schnelle Visualisierung von 3D-Modellen sowie die automatische Ableitung von Ansichten und Schnitten im Rahmen der rechnerunterstützten Zeichnungserstellung.

Adjacency-Graph
Bei der Gebäudeplanung nutzbares grafisches Hilfsmittel zur Darstellung von Nachbarschaftsbeziehungen zwischen Räumen.

Ein Graph besteht aus Knoten und Kanten zwischen diesen. Für die Gebäudeplanung und andere Aufgaben des Facility Management (wie z. B. Change Management, Umzugsplanung) werden solche A. G. genutzt, bei denen Knoten Räume und Kanten direkte Verbindungen zwischen diesen (z. B. durch Türen) repräsentieren. Eine Erweiterung des A. G. ist das Bubble Diagramm. Für die grafische Darstellung von Verkehrsflüssen bzw. Transportströmen zwischen verschiedenen Räumen, Hallen oder ganzen Gebäuden eignen sich Sencke-Diagramme.


Asset Management
Der Begriff Asset aus der Finanzwelt bezeichnet die Aktiv-Seite einer Bilanz, also das von einer Firma angelegte Vermögen: 'asset' (engl.) = Vermögenswert, Aktivposten. Allerdings geht der Begriff noch weiter. 'Asset Manager' ist z.B. ein hauptberuflicher Anlageberater und Vermögensverwalter.

Ferner wird der Begriff auch im Sinne von 'Vorteil' gebraucht. Wenn es in einer Stellenbewerbung z.B. heisst 'professional experience would be an asset', dann bedeutet das: 'Berufserfahrung wäre von Vorteil'. Im Sinne des Facility Managements verwaltet das Asset Management Facilities sowohl im physikalischen als auch im betriebswirtschaftlichen Sinne. Akquisitionskosten und laufender Support werden für zukünftigen Gebrauch festgehalten. Informationen zu den verschiedenen Garantiezeiten werden erfragt und erlauben deren Einsatz zur Kostenreduzierung. Zusätzlich werden Lizenzen dokumentiert und mit der tatsächlichen Nutzung verglichen. Dienstleistungs- und Wartungsverträge mit Drittunternehmen werden zusammen mit den entsprechenden Aktivposten festgehalten.


Attribut
Bestandteilen rechnerinterner Modelle (insbesondere rechnerintern vorliegender Computergrafiken) zugeordnete Charakteristik.


Brutto-Grundflaeche
Summe der Grundflächen aller Grundrißebenen eines Bauwerkes.

Die Grenzen der BGF sind jeweils die Außenkanten. Die BGF gliedert sich in
• Konstruktionsgrundfläche (KGF)
• Netto-Grundfläche (NGF).
Die KGF ist die Summe der Grundflächen der aufgehenden Bauteile aller Grundrißebenen eines Bauwerkes, z. B. von Wänden, Stützen und Pfeilern, sowie der Grundflächen von Schornsteinen, nicht begehbaren Schächten, Türöffnungen u. a..

Zur BGF gehören nicht die Grundflächen von nicht nutzbaren Dachbereichen und von konstruktiv bedingten Hohlräumen (z. B. über abgehängten Decken). Die BGF wird häufig auch Bruttogeschoßfläche genannt.

Bruttogeschossflaeche
Brutto-Grundfläche (BGF)


Bubble-Diagramm
Aus Kreisen und Verbindungslinien zwischen diesen bestehende grafische Darstellung zur Verdeutlichung von Flächenbedarf für Räume in Gebäuden und von Nachbarschaftsbeziehungen zwischen diesen Räumen.

Das B. D. ist eine Erweiterung des Adjacency Graphen. Die Knoten dieses Graphen werden zu Kreisen aufgebläht (das englische Wort bubble heißt Blase), deren Größen jeweils den (ungefähren) Flächenbedarf für einen Raum in einem Gebäude repräsentieren. Diejenigen Kreise, die Räume mit einer direkten Verbindung untereinander (z. B. durch eine Tür) darstellen, werden im B. D. durch eine Kante verbunden


Bus
In der Informationsverarbeitung Informationstransportmittel mit vielen angeschlossenen Benutzern.

Es handelt sich in der Praxis meist um serielle Busse mit elektrischen oder optischen Kabeln (Koaxialkabel, verdrillte Zweidrahtleitung, Lichtwellenleiter), an die alle Geräte/ Komponenten angeschlossen werden.
Viele bekannte Kommunikationsnetzwerke basieren auf Bussystemen wie z.B. Computer- Netzwerke oft auf dem Ethernet-Bus.

Man unterscheidet Busse hinsichtlich ihrer Struktur nach Linien-, Stern-, Baum- und Ring- Topologie. Es gibt auch freie Topologien, die sich aus diesen Grundstrukturen zusammensetzen.

Die verschiedenen Bussysteme definieren jeweils bestimmte Übertragungsgeschwindigkeiten oder auch Datenraten. Die maximale Übertragungsgeschwindigkeit ist unter anderem von physikalischen Parametern des Busses wie Länge, Medium (Kabeltyp), Topologie und Anzahl der Teinehmer abhängig.
Jeder Busteilnehmer besitzt eine eindeutige Adresse. Die Datenpakete enthalten jeweils ihren Absender und den Empfänger. Da oft auch Nachrichten an mehrere oder alle Teilnehmer gerichtet werden müssen, sind meist auch Gruppenbildungen möglich. Dafür erhalten alle Teilnehmer, die zu einer Gruppe gehören, zusätzlich die entsprechende Gruppenadresse.
Da ein Bus ein gemeinsamer Kommunikationskanal für viele Teilnehmer ist, wird der Datenverkehr durch Protokolle, insbesondere durch Zugriffsmechanismen, geregelt. Man unterscheidet Zugriffsmechanismen, bei denen
• jeder Teilnehmer in einem festen Zeitraster sendet bzw. empfängt (time division),
• jeder Teilnehmer die Sendeberechtigung vom Vorgänger erhält und nach festgelegter Zeit an seinen Nachfolger weitergibt (token passing),
• eine zentrale Instanz (z.B. ein Teilnehmer als 'Master') die Zuteilung des Busses übernimmt oder
• jeder Teinehmer kommunizieren darf, sobald der Bus frei ist (carrier sense). Hierbei können Kollisionen entstehen, wenn z.B. zwei Teilnehmer zur selben Zeit zu senden beginnen. Darum existieren hierfür Verfahren, welche diese Kollisionen auflösen (collision detection) oder generell verhindern (collision avoidance).
Jedes der oben genannten Prinzipien ist für bestimmte Anwendungsgebiete besser geeignet als für andere. So bevorzugt man z.B. bei echtzeitkritischen Fahrzeug- oder Prozeßsteuerungen solche Bussysteme, die eine fest definierte bzw. maximale Antwortzeit von wenigen Millisekunden auch bei höchster Buslast garantieren.

Der Begriff Feldbus stammt aus der Automatisierungstechnik. Als Feldbusse werden solche Busse bezeichnet, die Sensoren, Aktoren und Steuerungen im Automatisierungs-'Feld' direkt miteinander verbinden.
In der Vergangenheit wurden auch in Anlagen der Gebäudeautomatisierung fast ausschließlich Steuerungen verwendet, bei denen jedem Sensor und jedem Aktor eine eigene Leitung zugeführt wurde (strenge Sterntopologie). In komplexeren Anlagen sind damit sehr dicke, unhandliche Kabelbäume notwendig, die nur schwer erweiterbar sind. Außerdem können herkömmliche Steuerungen, die in großen Gebäuden verteilt sind, nur schwer für eine zentrale Administration vernetzt werden.
Seit einigen Jahren etablieren sich nun verschiedene Feldbussysteme auch in der Gebäudeautomatisierung (building automation). Dort ermöglichen sie eine durchgängige, gewerkeübergreifende Vernetzung aller Komponenten der Automatisierungsanlagen. Die Hauptaufgabe eines Bussystems in der Gebäudeautomatisierung (Gebäudebus) ist die Übertragung von Zähl- und Meßwerten, Meldungen sowie Schalt- und Stellbefehlen.
Die Vorteile des Einsatzes von Bussystemen in der Gebäudeautomatisierung sind
• erhebliche Kabeleinsparung, weil im Falle des häufig verwendeten Linienbusses eine einzige Busleitung sämtliche Einzelverbindungen zwischen jedem Sensor/ Aktor an die zugehörige Steuerung ersetzt,
• damit geringere Kabel- und Verlegekosten sowie leichtere Erweiterbarkeit,
• einheitliche Kommunikation durch die Verwendung standardisierter Protokolle des ISO- OSI- Schichtenmodells,
• leichtere Änderung der Automatisierungsfunktion bei Nutzungsänderung durch Umprogrammierung und
• Möglichkeit der Integration von Systemen unterschiedlicher Gewerke.
Hauptanwendungsbereiche der Feldbussysteme im Gebäude sind Beleuchtung, Jalousie/ Rolläden, Heizung, Klima, Lastmanagement, Überwachung, Störungsmeldung und Zugangssicherung.
Hier eine Auswahl von Bussystemen, deren Protokolle offengelegt sind:
• Local Operating Network (LON), Bussystem mit 'verteilter Intelligenz' für die Gebäudeautomatisierung, offengelegt im LonMark-Standard.
• European Installation Bus (EIB), ebenfalls ein Bussystem für die gewerkeübergreifende Gebäudeleittechnik.
• European Home System (EHS), das vorrangig auf den Heimbereich (home automation) ausgerichtet ist.
• BatiBus.
• Process Field Bus (Profibus) für die industrielle Automatisierung, mit dem Profil GA auch für Gebäudeautomation einsetzbar, (DIN 19245 und in EN 50170 Teil 2).
• Interbus S, hauptsächlicher Einsatz in der industriellen Automatisierung, Anwendungen für Gebäudeautomation sind möglich (DIN E 19258).

CAD
Engl. Abk. für Computer-Aided Design. Im deutschen Sprachgebrauch sind dafür auch die Termini rechnerunterstützter Entwurf bzw. rechnerunterstützte Konstruktion üblich (CAD-System).


CAD-System
Computerbasiertes System zur Unterstützung von Entwurfsprozessen (CAD).

Einsatzgebiete von C-S. sind:
• der rechnerunterstützte Entwurf,
• die rechnerunterstützte Projektierung,
• die rechnerunterstützte Konstruktion,
• die rechnerunterstützte Dokumentation und
• die rechnerunterstützte Zeichnungserstellung.
Zwar ist rechnerunterstützter Entwurf (CAD) schon in der Anfangsphase der Entwicklung elektronischer Computer durchgeführt worden, Breitenwirksamkeit erzielte CAD jedoch erst mit der Entwicklung der Mikroelektronik, insbesondere von Mikrorechnern. Erst diese ermöglichte die Verfügbarkeit von Rechentechnik in Arbeitsplatznähe sowie den Übergang zur interaktiven Arbeitsweise auf der Basis einer grafisch orientierten Mensch-Rechner-Kommunikation. Heute ist Computergrafik integraler Bestandteil von C. Dem entspricht auch der gerätetechnische Aufbau von C. Neben Rechnern kommen u. a. vielfältige grafische Geräte zur Eingabe und Ausgabe zum Einsatz.


CANFM
Engl. Abk. für Computer Aided Network Facilities Management.

CANFM-System
Computer-Aided Network Facilities Management

Change Management
Aus dem Englischen auch in den deutschen Sprachgebrauch übernommener Oberbegriff für alle Prozesse des Facility Management, die die Planung, Durchführung und Kontrolle von wesentlichen Veränderungen in Unternehmen/Institutionen bezüglich ihrer Facilities (Objekte) betreffen.

Typische Beispiele für häufig vorkommende innerbetriebliche Veränderungen sind:
• Umzüge (Umzusplanung)
• Rekonstruktionen
• Renovierungen
• Modernisierung von Ausrüstungen
• Betriebswerweiterungen
• Betriebsverkleinerungen
• Anpassung von Infrastruktursystemen
• Stillegung, Verkauf, Abbau, Abriß
Diese Veränderungen können sich auf einzelne Arbeitsplätze, ganze Abteilungen, Gebäude, Werkshallen oder Infrastruktursysteme wie Kommunikationsnetzwerke beziehen. Die jeweiligen Planungs-, Management- und Kontrollaufgaben sind entsprechend vielfältig und haben sehr unterschiedliche Komplexität. Ein Maß für die Häufigkeit bestimmter Veränderungen ist die sogenannte Churn Rate.

Da die Durchführung von Veränderungen i. allg. empfindliche Beeinträchtigungen der normalen betrieblichen Abläufe bis hin zum Ausfall von Produktion bzw. Dienstleistung zur Folge haben kann, ist eine genaue Planung der Veränderungen mit dem Ziel der Reduzierung der Beeinträchtigungen auf ein Mindestmaß eine sehr wichtige Aufgabe, die in komplexen Situationen mit Hilfe von Computertechnik durchgeführt werden sollte. Dafür bietet sich Computer-Aided Facility Management (CAFM) an. Unter der Voraussetzung, daß die betriebliche CAFM-Lösung den aktuellen Stand hinreichend genau repräsentiert, bietet CAFM zunächst einmal die Grundlage dafür, den Ausgangszustand für Veränderungen in kompakter, übersichtlicher und anschaulicher Form zur Verfügung zu haben. In interaktiver Arbeitsweise können dann entsprechende Veränderungen (z. B. Umzüge) am Bildschirm in verschiedenen Varianten simuliert werden, bevor man einen bestimmten Prozeßablauf festlegt und dann mit Rechnerunterstützung begleitet, kontrolliert und abrechnet. Über diese interaktive Arbeitsweise hinaus lassen sich natürlich auch viele Teilprozesse automatisiert planen, beauftragen, kontrollieren und abrechnen. Einige Beispiele dafür sind:
• die automatisiert erstellte Zuordnung von Facilities zu einzelnen Räumen (zunächst ohne Planung der Anordnung dieser Objekte in den Räumen),
• die automatisierte Planung der Anordnung von Mobiliar in einem Büroraum, dem es im Rahmen einer Umzugsplanung zugeordnet wurde (Facility Layout, Layout-Entwurf),
• die automatisierte Planung der Anordnung von Maschinen und anderen Ausrüstungen in einer Fabrikhalle (Fabrik Layout),
• das automatische Planen aller Folgemaßnahmen, die mit dem Umzug eines Arbeitsplatzes verbunden sind (z. B. Generierung von Umzugsaufträgen für alle mit dem Arbeitsplatz verbundenen Möbel und anderen Objekte, sowie von Aufträgen für die Durchführung notwendiger Veränderungen im Kommunikationsnetz),
• die automatische Planung des Ersetzens aller Facilities eines Typs durch die eines anderen Typs im Rahmen von Modernisierungsmaßnahmen (z. B. Austausch veralteter PCs gegen neue),
• die automatische Nachführung von Dokumentationen im Zuge der eingetretenen Veränderungen (Dokumentationspflege, Dokumenten-Management).
Bedingt einerseits durch die rasante Entwicklung der Kommunikationstechnik und andererseits durch Auswirkungen von Veränderungen in anderen Bereichen auf die betrieblichen Kommunikationsnetze unterliegen letztere relativ häufig mehr oder weniger umfangreichen Änderungsanforderungen. Zur Bewältigung der entsprechenden Aufgaben des C. M. wird zunehmend Computer-Aided Network Facilities Management (CANFM) genutzt (siehe auch Kabelmanagementsystem, Netzwerkdokumentationssystem). Um nicht bei jeder Veränderung, insbesondere Erweiterung, eines Unternehmens bzw. einer Institution neue Kommunikationsleitungen verlegen zu müssen, wird zumindest für den Bürobereich die Einführung einer strukturierten Verkabelung empfohlen. Die Nutzung der VLAN-Technik (Virtual Local Area Network) ist eine weitere Möglichkeit zur Erhöhung der Flexibilität von Kommunikationsnetzen im Sinne einer leichten Anpaßbarkeit dieser Infrastruktur an die dynamische Bildung von Arbeits- bzw. Projektgruppen in Unternehmen/Institutionen.


Churn Rate
Prozentualer Anteil von genutzter Fläche (oder der Arbeitsplätze) eines Unternehmens bzw. einer Institution, der jährlich einem Wechsel durch Umzüge unterliegt.

In der Literatur wird über C. R. zwischen 20 % und 50 % berichtet. Beispiele sind 30 % für die nationale C. R. der USA, 20 % als C. R. von US-amerikanischen Regierungsinstitutionen und Universitäten sowie etwa 50 % für den Dienstleistungssektor der USA. Auf Grund derartig hoher Werte der C. R. und der damit verbundenen Kosten kommt der Umzugsplanung eine große Bedeutung zu (siehe auch Change Management).


Computer-Aided Facility Management
Anwendung der Computertechnik auf das Facility Management, Abk.: CAFM.

In Computer-Aided Facility Management Systemen (CAFM-Systemen) werden sowohl die Orte (Standorte, Einbauorte) als auch die spezifischen Eigenschaften (z.B. technische, funktionale, organisatorische und betriebswirtschaftliche Parameter) von Objekten (Facilities) wie Grundstücke, Gebäude, Räume in Gebäuden, Netzwerke, Maschinen, Anlagen, EDV, Inventar abgebildet. CAFM-Systeme stellen bezüglich ihrer Softwarearchitektur oft eine Kombination von CAD-Systemen und DBMS (Database Management System) dar. Die Facilities werden dann in ihrem geographischen bzw. geometrischen Kontext auf der Basis von digitalen Karten oder Grundrißzeichnungen visualisiert. Rein alphanumerisch arbeitende CAFM-Systeme verwalten den Ort in Form von attributiven Ortsbezeichnungen (z.B. Gebäudename, Raum-Nr.) im DBMS. Die speziellen Eigenschaften und Parameter der Facilities werden generell in der Datenbank (DBS) verwaltet.

Die Funktionalität von CAFM-Systemen umfaßt u. a. Hilfsmittel
• zur Gebäudemodellierung (grafisch oder alphanumerisch) für die möglichst effiziente Ortsverwaltung der Facilities,
• für die effektive Erfassung von Facilities bei der Einführung von CAFM,
• für die Unterstützung der kompletten Neuplanung von Infrastruktursystemen, wie Klima-, Lüftungssysteme, Sanitäranlagen und Kommunikationsnetze,
• für Raumplanung und Flächenmanagement,
• zur Planung von Umstrukturierungen, Erweiterungen und Abbaumaßnahmen (z.B. Umzug, Wartung, Neubau, Verschrottung), d.h. zum Change Management,
• zum Auffinden von Facilities nach verschiedenen Suchkriterien,
• zum Verwalten der Eigenschaften von Facilities, ihrer Beziehungen untereinander und ihrer Lebensstadien,
• zum Überwachen von zyklischen Managementaufgaben (z.B. Wartungs-, Überprüfungs- und Abrechnungszyklen),
• zum Generieren und Verwalten von Arbeitsaufträgen sowie
• für die Auswertung der in CAFM-System abgebildeten Facilities nach verschiedenen Gesichtspunkten (z.B. Flächen- und Kostenberechnungen, Inventar- und Gerätelisten, Ausfallzeiten).
Im Anwendungsbereich Netzwerke spricht man auch von Computer-Aided Network Facilities Management

Computer-Aided Network Facilities Management
Den Anwendungsbereich Netzwerke betreffender Spezialfall von Computer-Aided Facility Management, Abk.: CANFM.

CANFM-Systeme dienen zur rechnergestützten Planung, Dokumentation und Verwaltung von Netzwerken wie Daten-, Telekommunikations- und Überwachungsnetzen oder Netzen der Gebäudeleittechnik, Rohrleitungs- und Energieversorgungsnetzen. CANFM-Systeme im Bereich der Kommunikationsnetze bilden alle aktiven und passiven Netzwerkkomponenten (z.B. Computer, periphere Geräte, Telekommunikations-Endeinrichtungen, Verteiler, Router, Switches) und deren Verbindungen (über Kabel bzw. Adernpaare oder Infrarot- und Funkstrecken) untereinander im Kontext der Netzumgebung (Gelände, Gebäude, Etage, Raum) ab. Kennzeichnend sind
• der besondere Aufbau der Facilities, nämlich
o die Unterscheidung von Knoten- und Verbindungskomponenten (aktive und passive Netzwerkkomponenten einerseits, Trassen und Kabel andererseits),
o der hierarchische Aufbau von Knoten- und Verbindungskomponenten (z.B. Netzwerkschrank-Concentrator-Hubmodul und Kabel-Bündel-Ader),
o besondere Facilities, die spezielle funktionelle Eigenschaften haben und Knoten- oder Verbindungskomponenten zuzuordnen sind (z.B. Ports, Slots, Höheneinheiten),
• die Abbildung der speziellen Beziehungen unter den Facilities (die Verschaltungen)
• die Bereitstellung diverser Plausibiliätstests (z.B. Port-zu-Port-Kompatibilität, Einhaltung von Längenrestriktionen),
• das Vorhandensein spezieller Planungsfunktionen (z.B. Komponentenaustausch, Benennungsalgorithmen) unda
• die Verfügbarkeit von Schnittstellen zu dynamischen Management- und Controllingsystemen (z.B. Netzwerk Management Systemen (NMS) und TK-Anlagen-Managementsystemen).

Computergrafik
1. Mit Hilfe von Computern und grafischen Geräten erzeugtes Bild.

2. Fachgebiet, das sich mit der Erzeugung, Beschreibung und Manipulation von Bildern mittels Rechner und grafischer Geräte beschäftigt. Die angewendeten Methoden und Hilfsmittel werden häufig ebenfalls unter dem Begriff C. zusammengefaßt.

Im Unterschied zur Bildverarbeitung, bei der aus Bildern von natürlichen Objekten rechnerinterne Modelle abgeleitet werden, geht es bei der C. um die Generierung von Bildern entweder unmittelbar durch den Menschen in interaktiver Arbeitsweise oder aus rechnerinternen Modellen. Um dies zu betonen, wird manchmal auch der Begriff generative Computergrafik verwendet.

Für die Anwendung der C. benötigt man mindestens
• ein Hilfsmittel zur Eingabe von Informationen (Befehle, grafische Primitive, komplette Modelle oder Teile davon) in ein Computergrafiksystem,
• ein System zur Verwaltung und Verarbeitung dieser Informationen und
• ein Gerät zur Ausgabe von Grafiken bzw. Bildern.
Typische Eingabe-Hilfsmittel sind: Tastaturen, Digitalisierer, Menütableaus, Bildschirmgeräte mit auf dem Schirm dargestellten Menüs sowie für die Positionierung und Identifikation von grafischen Objekten die Maus, die Rollkugel, der Steuerknüppel und der elektronische Stift jeweils in Verbindung mit einem Bildschirm.

Zur Ausgabe von Grafiken dienen vorrangig Plotter, Grafikdrucker und Bildschirmgeräte.

Zur Informationsverarbeitung wird meist ein vom Nutzer frei programmierbarer Computer verwendet, der auch für über die C. hinausgehende Zwecke eingesetzt werden kann. Immer häufiger kommt zusätzlich leistungsfähige Rechentechnik zur effektiven Ausführung spezieller grafischer Funktionen zum Einsatz (Grafikkarten). Mit der zunehmenden Rechnerunterstützung vielfältiger gesellschaftlicher Prozesse (Computer-Aided Facility Management, rechnerunterstützte Konstruktion, rechnerunterstützter Entwurf (CAD), rechnerunterstützte Fertigung (CAM), rechnerunterstützte Projektierung, rechnerunterstützte Zeichnungserstellung, rechnerunterstützte Tomographie) gewinnt die C. als entscheidendes Mittel zur Gestaltung einer effektiven Mensch-Rechner-Schnittstelle wachsende Bedeutung.

DBMS
Engl. Abk. für Database Management System


Database Management System
Eine Menge von Programmen, die einen großen strukturierten und persistenten Datenbestand verwalten. Gleichzeitig werden einfache Zugriffs- und Abfragemöglichkeiten geboten. Abk.: DBMS

Ein D.M.S. ist eine extrem komplexe Sammlung von Programmen, die die Organisation, Speicherung und Rekonstruktion von Daten einer Datenbank kontrolliert. Gleichzeitig werden Sicherheit und Integrität der Datenbank überwacht. Das DBMS akzeptiert Anfragen von Anwendungsprogrammen und weist das Betriebssystem an, die angeforderten Daten zu überstellen.

Durch die Nutzung eines DBMS können Informationssysteme wesentlich einfacher an die jeweiligen Erfordernisse angepaßt werden. Neue Kategorien von Daten können hinzugefügt werden, ohne das bestehende System zu gefährden.


Datenbank
Eine oder mehrere stärker strukturierte Mengen persistenter Daten, die gewöhnlich von einer Software verwaltet werden, die Veränderungen und Abfragen zuläßt.

Eine Datenbank ist eine Komponente eines Database Management System (DBMS).
Digitalisierung
1. Erzeugung rechnerinterner (digitaler) Repräsentationen von Photos, Grafiken, Gemälden, technischen Zeichnungen, Bauplänen, Karten, ganzen Büchern u. a., die auf Papier, Folie oder Mikrofiche vorliegen, bzw. von analogen Video- oder Audio-Aufzeichnungen.
2. Automatisierte Erzeugung rechnerinterner (digitaler) Modelle realer Objekte.

Im Bereich des Computer-Aided Facility Management (CAFM) ist die D. von Altdokumenten (z. B. Bauzeichnungen) von großer Bedeutung. Diese Altdokumente repräsentieren häufig einen umfangreichen Teil der Ausgangsinformationen für den Aufbau einer CAFM-Lösung. Sie müssen deshalb zunächst einmal im Computer in digitaler Form abgebildet werden. Die D. von Altdokumenten kann in verschiedenen Arbeitsweisen erfolgen. Eine nun schon klassische und heute nicht mehr so verbreitete Technik besteht im interaktiven 'Nachzeichnen' der Vorlage am Digitalisiergerät. Das Altdokument wird dabei auf ein planeres Digitalisiertablett aufgespannt. Anschließend werden z. B. mit Hilfe eines in x- und y-Richtung verschiebbaren Fadenkreuzes relevante Punkte in der Zeichnung angefahren und deren Koordinaten automatisch übernommen. Ein Nachteil dieser Form der D. ist der große Arbeitsaufwand, ein Vorteil besteht darin, daß die digitale Repräsentation der Vorlage im Rechner durch den Nutzer des Digitalisiergerätes beeinflußbar ist und damit gut strukturiert werden kann.

Ein spezieller Fall der D. ist das Scannen, das nicht nur für die Erfassung von technischen Zeichnungen, sondern auch von Photos, Gemälden und anderen zweidimensionalen Vorlagen genutzt wird. Das Ergebnis des Scannens ist ein Abbild der Vorlage, das ausschließlich aus Rasterpunkten zusammengesetzt ist. Für viele Zwecke sind solche Rasterbilder nicht ausreichend, zur weiteren Verarbeitung von Plänen benötigt man als Beschreibungselemente mindestens Punkte und Linien sowie natürlich Zeichen und andere Symbole. Um von reinen Rasterdarstellungen zu vorrangig durch Linien beschriebenen digitalen Repräsentationen zu kommen, wird der Prozeß der sogenannten Vektorisierung durchgeführt. Dabei werden näherungsweise auf einer Geraden liegende Rasterpunkte zu einer Strecke (oft auch Vektoren genannt) zusammengefaßt, die dann nur noch durch die Koordinaten von Anfangs- und Endpunkt sowie durch Linienattribute beschrieben werden.

Je besser strukturiert eine digitale grafische Darstellung ist, um so besser kann sie für nachfolgende Verarbeitungsprozesse genutzt werden. Im Bereich des CAFM ist es z. B. wichtig, die festen Teile eines Bauwerkes und Inventar voneinander unterscheiden zu können. Hat man als Vorlage einen Geschoßplan, in dem auch Mobiliar in den einzelnen Räumen eingezeichnet ist, so reicht eine unstrukturierte Vektordarstellung zur Trennung von Bausubstanz und Mobiliar nicht aus. Hier ist vielmehr das Gebiet der automatisierten Bildinterpretation bzw. Objekterkennung herausgefordert. Eine ähnliche Situation liegt vor, wenn es darum geht, Räume in Geschoßplänen zu identifizieren, ihre Begrenzungen zu erkennen und in einer CAFM-Lösung automatisiert entsprechende Raumzonen zu generieren (Raumzonenverwaltung).

Die D. im Sinne einer automatisierten Erzeugung rechnerinterner Modelle realer Objekte betrifft im Bereich des CAFM z. B. die Generierung von 3D-Modellen von Bauwerken, Anlagenkomponenten oder anderer Facilities auf der Grundlage einer 3D-Vermessung z. B. mittels 3D-Scanning oder Photogrammetrie.

Dokumentationserstellung
Zusammenstellung einer Dokumentation.

Eine Dokumentation besteht aus verschiedenen Objekten, z.B. aus Texten, Tabellen, Bildern, Videoaufnahmen. Für eine vollständig rechnergestützte Dokumentation müssen diese Objekte in elektronisch lesbare Form gebracht werden (z.B. durch Scannen). Die Zusammenstellung und Verwaltung übernimmt ein Dokumenten Management System.
Dokumentationspflege
Aktualisierung und Reorganisation einer bestehenden Dokumentation.


Dokumentationsverteilung
Weiterleitung von Dokumentationen von der Erstellung und Überarbeitung an den Nutzer

Dokumentationen zu Systemen, die ständig weiterentwickelt werden, unterliegen häufigen Aktualisierungen und Änderungen. Durch die D. muß sichergestellt werden, daß alle Nutzer über die aktuelle Version der Dokumentation verfügen.


Dokumenten-Management
Ganzheitliche (elektronische) Verwaltung von Dokumentationen.

Beim rechnergestützten D.-M. werde Informationen über Inhalt, Historie und Aufbewahrung von Dokumenten elektronisch verwaltet. Im Idealfall liegen auch die Dokumente selbst in elektronischer Form vor, und es werden Dokumentationserstellung, Dokumentationspflege und -verwaltung sowie Dokumentationsverteilung durchgängig rechnergestützt durchgeführt.


Einrichtungsplanung
Auswahl und Planung der Anordnung von Einrichtungsgegenständen in Räumen.

Die Planung der Einrichtung von Räumen erfolgt unter funktionalen, ergonomischen, wirtschaftlichen und ästhetischen Gesichtspunkten nach bestimmten Regeln und Normen. Sie ist eine wichtige Aufgabe des Facility Management und wird zunehmend mit Unterstützung von Computertechnik durchgeführt (Computer-Aided Facility Management).

Eine automatisierte E. schließt den computerbasierten Entwurf der Anordnung von Einrichtungsgegenständen, insbesondere von Mobiliar, in vorgegebenen Räumen ein (Facility Layout, Layout-Entwurf). Mit Hilfe von CAD-Systemen und Computergrafik können die mittels Rechner geplanten Inneneinrichtungen visualisiert werden. Typische Darstellungsformen sind Präsentationen des Layouts in der Draufsicht auf den jeweiligen Raum (2D-Computergrafik), einfach schattierte 3D-Darstellungen der Objekte in ihrer räumlichen Anordnung (3D-Computergrafik) bzw. photorealistische Computergrafiken von Inneneinrichtungen unter Berücksichtigung komplexer Beleuchtungsverhältnisse.

Automatisch erstellte Planungsergebnisse können meist nur als ein erster Vorschlag gelten, der dann in interaktiver Arbeitsweise bis hin zur allseits akzeptierten Planungsvariante verändert wird.


Fabrik Layout
1. Auf der Grundlage vorgegebener Ziele und unter Einhaltung vielfältiger Restriktionen vorgenommener Entwurf der räumlichen Anordnung von industriellen Objekten (Facilities) in einer Fabrik.
2. Ergebnis dieses Entwurfs.

F. L. ist ein Spezialfall des Facility Layouts. Anstelle von F. L. wird häufig auch im deutschen Sprachgebrauch der aus dem Englischen stammende Begriff Plant Layout verwendet. F. L. ist ein Anwendungsbereich des Layout Entwurfs bzw. der Layout Optimierung mit folgenden spezifischen Charakteristika:
• Bei Industrieanlagen geht es um höchste Produktivität und Effizienz der Recourcen-Nutzung, d. h. die Anordnung der einzelnen Facilities muß einerseits möglichst raumsparend sein und andererseits den Bedürfnissen der Produktionsprozesse optimal genügen.
• Dies führt dazu, daß die Geometrie der Facilities im F. L. sehr genau berücksichtigt werden muß. Dies betrifft oft nur die Abmessungen der Objekte in ihrem Grundriß, in besonders komplexen, hochautomatisierten Industrieanlagen aber auch die dritte Dimension (z.B. bei Chemieanlagen und Montagehallen der Automobilindustrie mit ihren vielfältigen, übereinander angeordneten Förder- bzw. Transporteinrichtungen). Es gibt auch Layout-Probleme, bei denen die Geometrie der anzuordnenden Objekte eine untergeordnete Rolle spielt (Location Problem).
• Für das F. L. reichen aber geometrische Aspekte bei weitem nicht aus. Vielmehr haben ganze Produktionsabläufe und funktional-technische Charakteristika der einzelnen Facilities den Layout-Entwurf entscheidend zu beeinflussen. So sollten z.B. Maschinen, zwischen denen ein besonders intensiver innerbetrieblicher Transport stattfindet, nahe beieinander angeordnet werden. Zur Veranschaulichung solcher Transportflüsse und ihrer Stärke eignen sich Sencke Diagramme.
• Industrielle Facilities lassen sich aufgrund ihres Eigengewichtes und ihrer vielfältigen Verbindungen zu anderen Komponenten von Produktionseinrichtungen nicht so leicht hin- und herschieben. Ein F. L. muß dementsprechend über längere Zeit den betrieblichen Bedürfnissen gut genügen. Dies wiederum erfordert besondere Sorgfalt und Weitsicht, insbesondere die Berücksichtigung absehbarer Veränderungen, beim Prozeß des F. L..
Im Zusammenhang mit der Anordnung von Maschinen und anderen Facilities in einer Fabrikhalle spricht man auch von Hallen-Layout.

Facilities
Aus dem Engl. stammende Bezeichnung für technische Einrichtung, Objekt des Facility-Management.

Wichtige F. von Unternehmen bzw. Institutionen sind u. a. Grundstücke, Gebäude, Räume in Gebäuden (Flächenmanagement), Infrastruktursysteme mit ihren einzelnen Komponenten wie Klima-, Lüftungs- und Heizungsanlagen sowie Kommunikations- und Energieversorgungsnetzwerke, Rohrleitungsnetze, Sanitäreinrichtungen, Maschinen, Anlagenkomponenten, Geräte, Arbeitsplätze, Mobiliar und Computer.

Für viele betriebliche Prozesse, die F. betreffen, werden zunehmend Computersysteme für das Computer-Aided Facility Management (CAFM) genutzt. Netzwerke mit ihren Komponenten sind besonders wichtige und komplexe F., für ihre computerbasierte Planung, Verwaltung und Dokumentation kommt Computer-Aided Network Facilities Management zum Einsatz. F. sind stets auch räumlich anzuordnen. Im Zusammenhang mit dem Entwurf solcher Anordnungen spricht man auch von Facility Layout.


Facility Layout
1. Entwurf der räumlichen Anordnung von Facilities (Objekten) auf der Grundlage vorgegebener Ziele und unter Einhaltung von Restriktionen.
2. Ergebnis dieses Layout-Entwurfs.

F. L. gehört zu den Bereichen des Facility Management, die die Planung des Einsatzes betrieblicher Ressourcen betreffen. In den meisten Anwendungsfällen von F. L. in der Praxis handelt es sich um die Behandlung komplizierter Entwurfsprobleme, für die der Einsatz von Computertechnik sinnvoll oder gar unumgänglich ist (rechnerunterstützter Entwurf, Computer-Aided Facility Management). Dies gilt z. B. für die Planung einer möglichst günstigen (optimalen) Anordnung von Maschinen und anderen Objekten in Werkshallen einer Fabrik (Fabrik Layout) oder die räumliche Auslegung von Netzwerken (Netzwerk-Layout).


Facility Management
Unternehmerischer Prozeß, der durch die Integration von Planung, Kontrolle und Bewirtschaftung bei Gebäuden, Anlagen und Einrichtungen (Facilities) und unter Berücksichtigung von Arbeitsplatz und Arbeitsumfeld eine verbesserte Nutzungsflexibilität, Arbeitsproduktivität und Kapitalrentabilität zum Ziel hat. 'Facilities' werden als strategische Ressourcen in den unternehmerischen Gesamtprozeß integriert (GEFMA, Deutscher Verband für Facility-Management).

Mittels F. M. können Unternehmen und Institutionen die Nutzung ihrer Liegenschaften, Gebäudekomplexe, Maschinensysteme und Anlagen sowie solche Infrastrukturen wie Kommunikationsnetzwerke durch effiziente Planung und Verwaltung optimieren. Dies betrifft den gesamten 'Lebenszyklus' dieser Objekte (Facilities), d. h. u. a. den Kauf, Bau oder die Anmietung, Bewirtschaftung bzw. Betrieb sowie Umzug, Umbau, Abriß bzw. Verkauf. Eine rationelle, systematische Planung und Durchführung entsprechender Prozesse über eine hinreichend lange Zeit kann zu großen Kosteneinsparungen bzw. Erträgen führen. Voraussetzung dafür ist allerdings die schnelle und aufwandsarme Bereitstellung korrekter, insbesondere aktueller Informationen, die in größeren Unternehmen/Institutionen sehr umfangreich und komplex sind. Deshalb bietet sich der Einsatz von Computertechnik für F. M. geradezu an. Bisher sind es vor allem größere Industriebetriebe, öffentliche Einrichtungen (z. B. Universitäten), Banken und Versicherungen sowie Betreiber großer Verkehrseinrichtungen wie Flughäfen, die sich zu F. M. bekennen und Computertechnik dafür einsetzen. Dies betrifft vor allem folgende Bereiche:
• Planung, z. B. die Planung des Flächenbedarfs, der Raumnutzung, der räumlichen Anordnung von Maschinen und Anlagen, der Auslegung von Netzwerken,
• Gebäudeautomatisierung,
• Bewirtschaftung von Liegenschaften, Bauwerken, Räumen und Anlagen (Reinigung, Renovierung, Wartung), insbesondere auch das Change Management (Umzüge, Umbauten, Erweiterungen).
Diese vielfältigen Prozesse des F. M. können heute effizient durch komplexe, computerbasierte Systeme unterstützt werden, die meist über eine grafische Oberfläche (Computergrafik) verfügen. Man spricht von Computer-Aided Facility Management (CAFM), im Spezialfall des Anwendungsbereiches Netzwerke auch von Computer-Aided Network Facilities Management (CANFM). Für CANFM-Systeme sind auch die eingeschränkteren Bezeichnungen Netzwerkdokumentationssysteme und Kabelmanagementsysteme (oder Kabeldokumentationssysteme) gebräuchlich.

Zum Planungsbereich innerhalb des F. M. gehört u. a. das Facility Layout. Dabei geht es um die räumliche Anordnung von Objekten (Facilities), z. B. um die Anordnung von Maschinen in einer Werkhalle (Fabrik Layout) oder um die räumliche Auslegung von Netzwerken in Geländen, Gebäuden bzw. Industrieanlagen (Netzwerk Layout).

Diverse Prozesse des F. M. werden von vielen Betrieben bzw. Institutionen externen Unternehmen übertragen (Outsourcing von F. M.-Dienstleistungen).


Flaechenmanagement
Planung und Verwaltung von Flächen in Geländen und Gebäuden.

Neben der Raumzonenverwaltung gehören zum Flächenmanagement z.B. die Vergabe und Abrechnung von Mietverträgen, Ermittlung von Betriebskosten sowie Planung und Abrechnung von Bau- und Rekonstruktionsarbeiten. Die Umzugsplanung ist eine der komplexesten Aufgaben des Flächenmanagements.

GIS
Geoinformationssystem

Gebaeudeautomatisierung
Rechnergestützte Steuerung aller für Betrieb und Nutzung eines Gebäudes benötigter Funktionen

Geoinformationssystem
System zur Erfassung, Pflege und Verwaltung von raumbezogenen (geografischen) Informationen

Havarie-Management
Management zur Schadensbegrenzung im Havariefall.

Immer komplexer werdende technische Systeme erhöhen das Gefährdungspotential für diese Systeme selbst und deren Umgebungen durch Havarien. Dem H.-M. kommt deshalb wachsende Bedeutung zu. Computer-Aided Facility Management (CAFM) kann helfen, die Auswirkungen von Havarien in möglichst engen Grenzen zu halten. In einem guten CAFM-System liegt ein Abbild der aktuellen Situation z. B. in einem ganzen industriellen Unternehmen vor, und zwar so, daß
• mittels Computergrafiken eine leichte Orientierung möglich ist,
• schnell zwischen großen Übersichten und Detaildarstellungen gewechselt werden kann,
• sich für das H.-M. wichtige Informationen per Knopfdruck abrufen lassen,
• bestimmte Schlußfolgerungen und das Unterbreiten von Handlungsvorschlägen dem System selbst überlassen werden kann.
Ein typisches Beispiel für erfolgreiches H.-M. mit Hilfe von CAFM ist die Information der Feuerwehr z. B. über die aktuelle Lagerung von brennbaren Stoffen und giftigen Chemikalien bereits bei ihrem Eintreffen in einem von einem Brand heimgesuchten Werk. Ein anders Beispiel betrifft die Unterspülung von frisch gegossenen Fundamenten aufgrund der Zerstörung einer Wasserleitung durch einen Bagger. Die schnelle Verfügbarkeit der Information über die nächsten Möglichkeiten der Absperrung der geborstenen Leitung entscheidet wesentlich über das Ausmaß der Bauschäden.

ISO-OSI-Schichtenmodell
Durch die ISO (International Standardization Organization) standartisiertes, aus sieben Schichten bestehendes Modell der Kommunikation in Open System Interconnections (OSI). Die Schichten werden von unten nach oben mit 1 bis 7 durchnummeriert. Im folgenden werden diese Schichten kurz charakterisiert.

Schicht 1: Bitübertragungsschicht:
• Aufbau, Zustandsüberwachung, Abbau einer ungesicherten Systemverbindung
• Herstellung einer Zweipunktverbindung zwischen zwei Datenendeinrichtungen (DTE Data Terminal Equipment) bzw. einer DTE und einer Schaltkreisendeinrichtung (DCE Data Circuit Terminating Equipment)
• transparente Bitübertragung
Schicht 2: Verbindungssicherungsschicht:
• Abstraktion von den physikalischen Verbindungen zu logischen 2-Punkt-Verbindungen
• Verwaltung der Verbindungen
• Zusammenfassung von (binären) Datenpaketen
• Fehlererkennung und -behebung auf Paketebene
Schicht 3: Vermittlungsschicht:
• globale Sicht auf das Netz über 2-Punkt-Verbindungen hinweg
• Routingfunktionen zum Auffinden des optimalen Weges durch das Netz unter Berücksichtigung von Länge, aktueller Belastung, Störungen
Schicht 4: Transportschicht:
• Bereitstellung einer End-to-end-Verbindung
Schicht 5: Kommunikationssteuerschicht:
• Errichtung einer Kommunikationssitzung unter Angabe eines Kommunikationspartners, Ermittlung der Adresse, Anforderung einer Verbindung von der Transportschicht
Schicht 6: Datendarstellungsschicht:
• anwendungsspezifische Formattransformationen auf ein allen Kommunikationspartnern verständliches Format
• Anwendung kryptografischer Verfahren (Codierungen)
Schicht 7:
• Schnittstelle zwischen dem Übertragungsmedium als Ganzes (Schicht 1-6) und spezifischen AnwendungsprozessenFestlegung von Regeln für die Kontrolle des Informationsaustausches zwischen Anwendungsprozessen sowie Definition einer zugehörigen Semantik und Syntax
Das ISO/OSI-S. dient der logischen Beschreibung von Kommunikationsprozessen in Kommunikationsnetzwerken, deren Planung, Verwaltung und Dokumentation zunehmend mit Hilfe von Computer-Aided Network Facilities Management durchgeführt wird. Mit Hilfe von Network Management Systemen hingegen erfolgt ds Management von Kommunikationsnetzwerken auf der Grundlage der logischen Sicht auf das Netz.

Kabelmanagementsystem
Anderer, ebenfalls gebräuchlicher Begriff für CANFM-System.

Der Begriff schränkt allerdings die umfangreiche Funktionalität von CANFM-Systemen (Computer-Aided Newtwork Facilities Management) auf die Verwaltung von Kabeln ein. CANFM-Systeme dagegen dienen aber auch zur Planung, Verwaltung und Dokumentation von Funk- und Infrarotübertragungsstrecken, der passiven und aktiven Gerätetechnik, sowie spezieller Objektbeziehungen (Connectivity) im Kontext der geografischen bzw. architektonischen Netzumgebung, z.B. auch der Modellierung von Trassen.


Kommunikationsnetzwerk
Netzwerk, das zur Übertragung von Nachrichten (Daten, Sprache, Bildern, Videos) oder Signalen der Steuerungs- und Regelungstechnik dient.

Zu K. gehören Daten-, Telekommunikations- und Überwachungsnetze sowie Netze der Gebäudeleittechnik. K. bestehen aus Knoten- und Vesbindungskomponenten (entsprechend den Knoten und Kanten in Netzwerken allgemein).

Bei den Knotenkomponenten werden passive und aktive Komponenten unterschieden. Die passiven Knoten dienen lediglich der Weiterleitung, Lenkung und Verteilung von Übertragungssignalen, ohne diese in ihrer Qualität zu verändern. Beispiele dafür sind Patch- bzw. Rangierfelder, Anschlußdosen, Spleißboxen und Kupplungen (z.B. Muffen). Aktive Komponenten dienen zur Verstärkung (z.B. Repeater) und Umwandlung (z.B. optoelektronische Wandler) oder zur softwaregesteuerten Verteilung von Signalen (z.B. Router und Switches).

Die Verbindungskomponenten in Kommunikationsnetzen können Kabel, Infrarot- oder Funkstrecken sein. Im Bereich der Kommunikationskabel werden bezüglich ihrer Anschlußmöglichkeit konfektionierte, d.h. mit Steckern versehene, und nichtkonfektionierte Kabel unterschieden. Desweiteren werden Kabel bezüglich ihres Materials bzw. internen Aufbaus klassifiziert: Verdrillte Kupferkabel (je nach Grad der Schirmung UTP, FTP, USTP, STP usw.), Coaxialkabel, Lichtwellenleiter (Multimode- oder Singlemode-LWL).

K. werden zunehmend mit Hilfe von Computer-Aided Network Facilities Management geplant, verwaltet und dokumentiert.


Layout Entwurf
Prozeß des Entwurfs eines Layouts, d. h. einer Anordnung von Objekten.

Ein Layout kann ausschließlich vom Menschen, in interaktiver Arbeitsweise rechnerunterstützt oder vollautomatisch durch einen Computer entworfen werden. Beispiele sind Entwürfe der Anordung von Machinen, Anlagenkomponenten und von Mobiliar sowie die räumliche Auslegung von Netzwerken (Netzlayout).

Wichtige Anwendungsgebiete des L.-E. sind Facility Layout und insbesondere Fabrik Layout. Häufig kann ein Layout-Problem als Optimierungsaufgabe formalisiert und entsprechend behandelt werden.


Location Problem
Problem der Optimierung von Standorten für Ver- oder Entsorgungseinrichtungen.

Das L. P. spielt in sehr unterschiedlichen Bereichen eine große Rolle. Die Ver- und Entsorgungseinrichtungen, deren Standorte zu optimieren sind, können z. B. Supermärkte, Schulen und Kindertagesstätten zur Versorgung von Wohngebieten, Filialen einer Handelskette, Warenumschlagzentren, Recycling-Stützpunkte, Verteiler in Elektroenergieversorgungsnetzen und Konzentratoren in Kommunikationsnetzwerken sein. Das wichtigste Ziel der Optimierung bezieht sich meist in irgendeiner Weise auf die Länge der Wege zwischen Abnehmern, Verbrauchern und anderen Kunden sowie Zulieferern einerseits und den Ver- oder Entsorgungseinrichtungen andererseits. Dabei kann das Ziel z. B. in der Minimierung der durchschnittlichen Weglänge oder des längsten auftretenden Weges bestehen. Die mit Weglängen korrespondierenden Ziele beziehen Aspekte ein, die i. allg. weit über die begrenzte Lokalität der in Frage kommenden Standorte der Einrichtungen hinausgehen. Zusätzlich spielen bei der Behandlung des L. P. meist aber auch Ziele und Restriktionen eine wichtige Rolle, die sich ausschließlich auf diese Standorte beziehen. Ein Beispiel dafür ist die Festlegung des Standortes für einen Etagenverteiler in einem Kommunikationsnetzwerk, das in einem Gebäude installiert werden soll (Netzwerk-Layout). Vom Etagenverteiler gehen die einzelnen Leitungen sternförmig zu den Kommunikationsendgeräten, die in der Etage verteilt sind. Der Etagenverteiler sollte also so plaziert sein, daß diese Leitungen und die Steigleitung zu ihm insgesamt möglichst kurz werden. Andererseits kann er aber nicht an beliebiger Stelle auf der Etage, sondern nur in bestimmten, kleinen Räumen untergebracht werden. Falls ein solcher Raum erst zu schaffen ist, sind damit i. allg. an verschiedenen Stellen auf der Etage unterschiedliche Kosten verbunden. Diese gehen in das Optimierungsproblem ebenfalls mit ein. Viele L. P. lassen sich adäquat als mehrkriterielle Optimierungsprobleme fassen (Polyoptimierung). Bei L. P. geht es um die räumliche Anordnung (Engl. Layout) eines Objektes (Facility) oder mehrerer Facilities, allerdings beschränkt auf die Auswahl von Standorten. Bei allgemeineren Problemstellungen zur räumlichen Anordnung spricht man von Facility Layout, im Fall der Anordnung von industriellen Objekten wie Maschinen und Anlagenkomponenten in einer Fabrikhalle von Fabrik Layout oder Plant Layout (vgl. auch Layout Entwurf und Layout Optimierung).


LON
Local Operating Network


Messtechnik
Bereich der Technik, der sich mit dem Messen, d.h. der Erfassung von Zustandsgrößen in technischen oder natürlichen Systemen, mit dem Auswerten und Verarbeiten von Meßwerten sowie den dazu notwendigen technischen Hilfsmitteln befaßt.

Messungen werden für die Kontrolle und Überwachung, die Fehlerlokalisierung, die Zertifizierung oder die Steuerung von Systemen bzw. Teilsystemen genutzt. Messungen werden je nach Nutzungsart diskontinuierlich oder permanent durchgeführt. Nach der Signalform unterscheidet man die analoge und digitale Meßtechnik. Die M. ist auf die jeweils zu erfassende Meßgröße ausgerichtet, sie realisiert spezielle Meßverfahren. Die Protokollierung von Meßumgebung, Meßaufbau und Meßergebnissen erfolgt im sogenannten Meßprotokoll.

In der Gebäudeautomatisierung, im Computer-Aided Facility Management und im Computer-Aided Network Facilities Management spielt M. ein große Rolle, da mit ihrer Hilfe aktuelle Daten (z.B. Temperaturen in Gebäuden) erfaßt und in den entsprechenden computerbasierten Systemen ausgewertet bzw. weiterverarbeitet werden können (z.B. zur Minimierung von Heizkosten). Zur Temperaturmessung lassen sich sowohl einzelne (praktisch in einem Raumpunkt messende) Sensoren als auch lineare Meßfühler (faseroptische Temperaturmeßkabel) verwenden. Letztere lassen eine kontinuierliche Messung entlang einer beliebig gefährdeten Linie (etwa an Rohrleitungen oder in Kabeltrassen) zu.

In Kommunikationsnetzwerken werden in erster Linie
• die Qualität von physischen Übertragungsstrecken und
• die aktuelle Netzbelastung
gemessen. Ersteres umfaßt Messungen zum Verdrahtungsplan, zur Länge und zur Dämpfung, die Messung des Nah-/Nebensprechens (NEXT-Wert), des ACR-Werts, der Impedanz differenziert nach den zu messenden Übertragungsmedien (Kupfer, LWL) und unter Nutzung verschiedener Methoden (z.B. Spannungs- oder Widerstandsmessungen und Impulsmeßverfahren wie TDR, OTDR). Die Meßvorgaben (Grenzwerte) werden durch Normen spezifiziert (z.B. der US-Standard TIA TSB 67 oder die Europanorm EN 50173). Diese Messungen werden zur Abnahme von neuinstallierten Netzen, zu Netzüberprüfungen bei Netzerweiterungen oder Umstrukturierungsmaßnahmen bzw. zur Fehlersuche genutzt (s. auch Messweg). Entsprechende Meßprotokolle können in CANFM-Systeme eingehen und dort verwaltet werden.

Messweg
Im Bereich der Kommunikationsnetzwerke die zu messende Übertragungsstrecke, die sich ggf. als Kette von n hintereinandergeschalteten Einzel-Verbindungen über n-1 passive Knotenkomponenten (z.B. Datendose, Patch- bzw. Rangierfeld) ergibt.

In CANFM-Systemen (Computer-Aided Network Facilities Management) wird der M. oft in Form eines speziellen Signalweges verwaltet, die Meßergebnisse werden ihm als Meßprotokoll (Messtechnik) in Form eines ASCII-, Excel- oder csv-Files zugeordnet. Einzelne Meßgrößen werden direkt in die Datenbank von CANFM-Systemen übernommen (z.B. erfüllte Norm oder die Länge).


NMS
Abk. für Netzwerk Management System

Network Management System
Softwaresystem zur Verwaltung, Parametrisierung und kontinuierlichen Überwachung von Kommunikationsnetzwerken, abgekürzt NMS.

Im Unterschied zu CANFM-Systemen (Computer-Aided Network Facilities Management) erfolgt das Management vermöge der logischen Sicht auf das Netz (ISO/OSI-Schichtenmodell), d.h. es werden die Komponenten des Netzwerkes erfaßt, auf deren Zustände und Einstellungen über spezielle Abfrage- und Kommandosprachen (z.B. SNMP, das Simple Network Management Protocol) vom NMS zugegriffen werden kann. NMS verwalten logische Namen von Netzwerkkomponenten (z.B. Hostname), Adressen von Netzwerkkomponenten (MAC-Adressen und logische Adressen wie die IP-Adressen von Komponentenports), Einstellungen an aktiven Komponenten (z.B. Routingparameter) und logische Teilnetzstrukturen (Domains, Virtual Local Area Networks). Desweiteren werden temporäre Zustände von Komponenten (Up and Down) sowie Zustände der Netzwerkverbindungen (z.B. augenblickliche Netzlast, bottle necks) kontrolliert bzw. erfaßt und zugehörige Statistiken oder Historien angelegt.


Netzwerk
1.Darstellungs- oder Modellierungsform für verschiedene Problemstellungen (wie Transport-, Ver- und Entsorgungsprobleme) und komplizierte Prozeßabläufe (Prozesse und ihre Abhängigkeiten, sequentielle Abläufe) mit den Methoden der Graphentheorie.
2.Bezeichnung für Infrastruktursysteme, die netzartig aufgebaut sind (z.B. Verkehrs-, Rohrleitungs- oder Kommunikationsnetzwerke).

N. lassen sich gut durch Graphen beschreiben, d.h. sie bestehen aus Netzwerkknoten und Kanten, die die Verbindung von mindestens zwei Netzwerkknoten realisieren. Existiert die Verbindung nur in einer Richtung, werden sogenannte gerichtete Kanten genutzt. Kosten, die durch eine Verbindung von Netzwerkknoten entstehen, werden der entsprechenden Kante als ihre Bewertung zugeordnet. Durch die Netzwerkmodellierung sind Optimierungsverfahren wie die Bestimmung optimaler Wege und kostenmimimaler Flüsse anwendbar


Netzwerk-Layout
Räumliche Auslegung eines Netzwerkes in einem Gebiet, Gelände bzw. Bauwerk.

Beim N. L. ist i.allg. eine Vielzahl von Randbedingungen zu beachten. Dazu gehören fest vorgegebene Anschlußstellen für das auszulegende Netzwerk (z. B. Einspeisungen von Elektroenergie seitens übergeordneter Versorgungssysteme, Anschlüsse an fest lokalisierte Abnehmer). Weiterhin sind Knotenkomponenten von Netzen wie Verteiler, Pumpstationen und Steuerungs- bzw. Überwachungseinrichtungen meist nicht frei positionierbar, sondern dürfen nur in speziell dafür vorgesehenen Räumen aufgestellt werden. Die einzelnen Verbindungen eines Netzwerkes (Kabel, Rohre) sind schließlich weitgehend an Trassen verschiedener Bauformen gebunden. Dabei kann es sich z. B. um Rohrleitungsbrücken, Schächte oder Kabelführungseinrichtungen unterschiedlicher Art handeln. Das Bild zeigt eine hierarchisch gegliederte Kabeltrasse. Die Aufgabe des F. L. besteht darin, die Knotenkomponenten eines Netzwerkes so zu plazieren und die einzelnen Verbindungen so zu führen (Routing), daß die gesamten Material- und Installationskosten für das Netzwerk unter Einhaltung aller Randbedingungen minimal werden. Zuweilen sind diese Randbedingungen so einschränkend, daß wenig Alternativen für das N. L. verbleiben. Dies ist z. B. bei der strukturierten Verkabelung in Bürogebäuden häufig der Fall.

Man kann das N. L. als Problem der Layout-Optimierung (Layout-Entwurf) z. B. so formalisieren, daß man sämtliche sinnvolle, den Randbedingungen genügenden Möglichkeiten für die Plazierung von Knotenkomponenten des Netzwerkes und für die Führung von Verbindungen zwischen diesen und zu festen Anschlußstellen als Graphen modelliert und auf diesen den die Netzwerk-Struktur beschreibenden Graphen optimal abbildet.


Netzwerk Management System
Softwaresystem zur Verwaltung, Parametrisierung und kontinuierlichen Überwachung von Kommunikationsnetzwerken, abgekürzt NMS.

Im Unterschied zu CANFM-Systemen (Computer-Aided Network Facilities Management) erfolgt das Management vermöge der logischen Sicht auf das Netz (ISO/OSI-Schichtenmodell), d.h. es werden die Komponenten des Netzwerkes erfaßt, auf deren Zustände und Einstellungen über spezielle Abfrage- und Kommandosprachen (z.B. SNMP, das Simple Network Management Protocol) vom NMS zugegriffen werden kann. NMS verwalten logische Namen von Netzwerkkomponenten (z.B. Hostname), Adressen von Netzwerkkomponenten (MAC-Adressen und logische Adressen wie die IP-Adressen von Komponentenports), Einstellungen an aktiven Komponenten (z.B. Routingparameter) und logische Teilnetzstrukturen (Domains, Virtual Local Area Networks). Desweiteren werden temporäre Zustände von Komponenten (Up and Down) sowie Zustände der Netzwerkverbindungen (z.B. augenblickliche Netzlast, bottle necks) kontrolliert bzw. erfaßt und zugehörige Statistiken oder Historien angelegt.


Netzwerkdokumentationssystem
Anderer, ebenfalls gebräuchlicher Begriff für CANFM-Systeme (Computer-Aided Network Facilities Management).

Der Begriff schränkt allerdings die umfangreiche Funktionalität von CANFM-Systemen auf den Aspekt der Dokumentation ein (Rechnerunterstützte Dokumentation).


ODBC
Open Database Connectivity

Open Database Connectivity
Ein Standard für den Zugriff auf verschiedene Datenbanken. Abk. ODBC

Eine Anwendung kann Anfragen an einen O.D.C.-Treiber stellen. Dabei wird ein spezieller SQL-Dialekt benutzt. Der O.D.C.-Treiber übersetzt die Anfrage dann in einen Dialekt, den die jeweilige Datenbank versteht.

Es existieren Sprachbindungen für verschiedenste Systeme (C, C++, Visual Basic, ...) und O.D.C.-Treiber sind für eine Vielzahl von Betriebssystemen (MS-Windows, Unix, OS/2, Mac-OS) verfügbar.


Photorealistische Computergrafik
Im Rahmen der Computergrafik gebräuchlicher Begriff, der die rechnerunterstützte Synthese von Darstellungen betrifft, die (fast) so realitätsnah wie Photos wirken.

P.C. spielt im Rahmen des Facility Management (s. auch Computer-Aided Facility Management) eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Facilities (z.B. Gebäude) bereits vor ihrer Fertigstellung einem Kreis von Interessenten zu präsentieren. Dabei kann es z.B. um den Kauf bzw. das Anmieten eines Gebäudes oder um die realitätsnahe Darstellung baulicher Veränderungen für betroffene Anwohner gehen.


Raumzonenverwaltung
Verwaltung der räumlichen Ausprägung und Gliederung von Flächen und Räumen in Gelände und Gebäude sowie der in ihnen lokalisierten Objekte.

Die Raumzonenverwaltung ist ein wichtiger Bestandteil von Facility Management Lösungen. Raumzonen können als Flächen und Volumina verwaltet werden. Die Raumzonenverwaltung erlaubt sich vielfältige Auswertungen bez. Gebäudeflächen bzw. Raumcharakteristika. Aus den Koordinaten von Objekten läßt sich automatisch deren Zugehörigkeit zu Raumzonen ermitteln. Insbesondere bei der rechnergestützten Umzugsplanung ist die Definition von Raumzonen innerhalb von CAD-modellierten Gebäuden von großer praktischer Bedeutung. Raumzonen sind häufig hierarchisch gegliedert. Auf der untersten Hierarchieebene befinden sich meist Zonen, die den baulichen Räumen bzw. Grundstücken entsprechen. Gelegentlich werden jedoch auch Arbeitsplätze (z.B. innerhalb eines Großraumbüros) als kleinste Zonen verwaltet. Auf höheren Hierarchieebenen können sich Raumzonen befinden, die die räumlichen Ressourcen z.B. von Betriebsabteilungen repräsentieren.


Rechnerunterstuetzte Dokumentation
Dokumentationsprozeß, der durch Computer maßgeblich unterstützt wurde.

Dokumentationen sind Sammlung von Unterlagen und Informationen über ein komplexes System. Sie werden z.B. für technische Konsumgüter, Softwarepakete und ganze Fabrikanlagen benötigt. Man unterscheidet zwischen System- und Nutzerdokumentation. Letztere dient der Unterstützung des Endanwenders bei der Bedienung des Systems.


Rechnerunterstuetzte Konstruktion
Konstruktionsprozeß, der durch Computer und grafische Geräte unterstützt oder sogar weitgehend automatisch durchgeführt wird.

Typische Prozesse der r. K. (häufig auch CAD genannt) sind u. a.:
• die interaktive Erzeugung rechnerinterner Modelle von Einzelteilen, Baugruppen bzw. ganzen Erzeugnissen,
• die Speicherung und Verwaltung solcher Modelle,
• die Durchführung von Berechnungen (wie z. B. die Bestimmung von Volumina, Massen und Trägheitsmomenten),
• die rechnerunterstützte Erstellung von Zeichnungen und anderen technischen Dokumentationen (Rechnergestützte Dokumentation).
Die Computergrafik spielt sowohl bei der interaktiven Erzeugung bzw. Variation von Modellen (interaktive Arbeitsweise) als auch bei der Zeichnungserstellung eine entscheidende Rolle. Insbesondere zwecks Integration möglichst vieler betrieblicher Prozesse in rechnerunterstützte Lösungen kommen bei der r. K. zunehmend 3D-Modellierung sowie 3D-Computergrafik zum Einsatz (rechnerunterstützter Entwurf).


Rechnerunterstuetzter Entwurf
Entwurfsprozeß, der durch rechentechnische Mittel, insbesondere Computer und grafische Geräte, unterstützt oder sogar weitgehend automatisch durchgeführt wird.

Der Begriff r. E. entspricht weitgehend dem angelsächsischen Begriff Computer-Aided Design, von dem das auch im deutschsprachigen Raum gebräuchliche Kürzel CAD abgeleitet ist. Er wird einerseits als Oberbegriff auf alle rechnerunterstützten Prozesse angewendet, die zum Entwurf eines neuen Objektes oder Projektes führen, und steht andererseits in eingeschränktem Sinn nur für diejenigen Entwurfsprozesse, die nicht mit dem Begriff rechnerunterstützte Konstruktion belegt ist. Man spricht z. B. von rechnerunterstütztem Leiterplatten- und Schaltkreisentwurf, dem Entwurf einer Inneneinrichtung oder eines ganzen Bauwerks, eines Kommunikationsnetzwerkes oder der räumlichen Anordnung von Facilities wie Maschinen bzw. Anlagenkomponenten (Facility Layout).

Durch die Rechnerunterstützung von Entwurfsprozessen kann eine erhebliche Steigerung der Arbeitsproduktivität und Verbesserung der Qualität der Entwürfe erreicht werden. Dabei ist der r. E. nicht unabhängig von anderen betrieblichen Prozessen zu sehen. Mit wachsenden rechentechnischen Möglichkeiten entwickelte sich der r. E. weit über die rechnerunterstützte Zeichnungserstellung hinaus, die in einer früheren Phase Schwerpunkt der Anwendung von CAD war (teilweise wurde CAD sogar synonym zu Computer Aided Drafting verwendet). Sobald das Endergebnis des r. E. nicht mehr nur Dokumentation auf Papier (etwa in Form von Werkstattzeichnungen oder grafischer Schemata), sondern umfassendere rechnerinterne Modelle von Entwürfen sind, können andere rechnerunterstützte betriebliche Prozesse in hohem Maß vom r. E. profitieren. Dies betrifft z. B. die automatisierte Ableitung von Mengengerüsten zu entworfenen Netzwerken, von Inventarlisten, die rechnerunterstützte Fertigung computerbasiert entworfener Formen für die Produktion von Automobilkarosserieteilen, die rechnerunterstützte Herstellung und Bestückung von Leiterkarten, die Durchführung komplexer Berechnungen, z. B. die FEM-Analyse sowie die rechnerunterstützte Qualitätssicherung (CAQ) durch Ableitung von Informationen (aus dem jeweiligen rechnerinternen Modell) zur Steuerung von NC-Meßmaschinen (CAD/CAM, CIM). Der r. E. wird u. a. auf Grund der für ihn erforderlichen Kreativität heute meist in interaktiver Arbeitsweise durchgeführt. Dabei ist die Mensch-Rechner-Kommunikation von großer Bedeutung. Sie ist heute weitgehend durch die Nutzung von Computergrafik und entsprechender grafischer Geräte geprägt, die auch aus ergonomischer Sicht effektiv sind. Wichtigste Bestandteile von Systemen für den r. E. sind neben Rechnern selbst Geräte für die externe Speicherung, Grafikdisplays, Eingabegeräte wie Tastatur und Maus sowie Ausgabegeräte wie Drucker, Plotter und in besonderen
12 Dec 2009
19:59:34
Lichty Martin

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